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SPRACHE UND ÜBERSETZUNGEN DES ARTIKELS

Deklaration des 99. Kongresses des Anationalen Weltbundes (SAT) 2026

Der 99. Kongress des Anationalen Weltbundes (SAT), der vom 19. bis 26. Juli 2026 in León (Spanien) stattfand,

1. nimmt das zunehmende Kriegsgeschehen in mehreren Weltgebieten mit Besorgnis zur Kenntnis;

2. bedenkt, dass Kriege sehr langandauernde Folgen haben, weshalb nicht zuzulassen ist, dass sie wieder einmal gebräuchliche Politikinstrumente werden, was die Regierungen vieler Länder befördern; die Erhöhung von Ausgaben für Kriegsführung ist mit ein Grund für die Kürzung von Solidarhaushalten und Unterstützungsleistungen für die ärmsten Menschen und die Arbeiterklasse;

3. weist darauf hin, dass das Völkerrecht einzuhalten ist, um weltweit einen stabilen Frieden zu erhalten;

4. betrachtet die US-Blockade von Lebensnotwendigem gegen das kubanische Volk als genozidales Handeln;

5. verlangt die Beendigung des Genozids in Palästina, sowie Respektierung der menschlichen und zivilen Rechte aller, und hofft auf eine neue Zeit für die Palästinenser mit einer unabhängigen und laizistischen demokratischen Regierung;

6. notiert die wachsende Indienstnahme von Rassismus zwecks Spaltung der Arbeiterklasse vor einem direkten Angriff auf die Interessen der Mehrheit, und ruft deshalb zu aktiver antirassistischer Aktion auf;

7. ermutigt dazu, überall mit möglichst geeigneten Mitteln in Verteidigung der Territorien und des Lebens gegen die Angriffe der imperialistischen unersättlichen, zerstörerischen und unsozialen Ordnung vorzugehen, die die Welt berherrscht;

8. begrüßt den Zusammenschluss der Sahel-Völker gegen Imperialismus und Neokolonialismus in der Konföderation der Sahelstaaten (AES, Alliance des États du Sahel: Mali, Niger, Burkina Faso);

9. ermutigt Menschen guten Willens, Esperantisten und Nicht-Esperantisten in der ganzen Welt, fortlaufend über mögliche Wege nachzudenken, den Kapitalismus zu überwinden – in der Hoffnung, eine sichere, glückliche und gesunde Wirklichkeit zu erreichen;

10. unterstützt die Aktivität der pro-demokratischen sogenannten GenZ-Bewegungen (d.h. von der nach 1995 geborenen Generation Z) in verschiedenen Ländern der Welt, in Erwägung, dass Eingebundenheit der Jugend in der Demokratisierung des politischen Geschehens für das Erreichen langfristiger Verbesserungen wichtig ist, besonders in Ländern, in denen die Bevölkerungsmehrheit aus Jugendlichen besteht;

11. verurteilt Privatisierung in öffentlichen Sektoren, die für Klima und Lebensbedingungen der ganzen Gesellschaft nachteilig ist;

12. weist im 90. Jahr nach Beginn des Spanischen Bürgerkrieges darauf hin, dass Argumente von damals (Wiederverstärkung des Privateigentums, der traditionellen Familie und der Kirche) bei neuen zum Faschismus neigenden oder faschistoiden Bewegungen auftauchen, besonders in Europa und Nord- und Südamerika; Faschismus führt immer zu Unterdrückung, Unfreiheit und Missachtung der Interessen der Massen, auch derer, die für dieses System gestimmt haben;

13. erinnert daran, dass die spanische Justiz Fälle von Babyraub kaum aufgeklärt hat, und fordert Maßnahmen vom Rechtssystem, die wenigstens den Schmerz der Opfer schnell lindern;

14. ruft die Gesellschaften der Welt auf, sich gegen politisch motivierten Revisionismus zu verteidigen, also gegen die Umgestaltung der historischen Erinnerung nach dem Willen der herrschenden Partei (in den USA, Russland, Frankreich, Deutschland, Spanien usw.);

15. erinnert an die Anwendung von Esperanto in Spanien auf der republikanischen Seite zu Propagandazwecken gegen die franquistische, etwas, was leider auch heute an Aktualität gewinnt;

16. spricht sich gegen autoritäre Gesetze und Massenüberwachung aus, die oft unter dem Vorwand der Bekämpfung von Terrorismus und Kinderpornographie verlangt werden, leider auch unterstützt durch linke Parteien wie z. B. PSOE (Partido Socialista Obrero Español, Spanische Sozialistische Arbeiterpartei), die die EU-Regelung über Smartphone-Überwachung zugestimmt hat;

17. stellt mit Besorgnis den Einfluß von Religion in der Politik fest und verurteilt ihn, da er zu Rückschritt bei Frauen-, LGBT- und allgemeinen Menschenrechte führt;

18. verurteilt die Existenz und Ausweitung der ICE-Polizei (Immigration and Customs Enforcement, Vollstreckungsbehörde für Zoll- und Einwanderungsangelegenheiten) in den USA, sowie auch ähnlich ausgerichteter Einrichtungen in anderen Ländern;

19. befürwortet aktive Widerstandsaktionen in Reaktion auf immer strengere und inhumanere Gesetzesmaßnahmen, die in der EU Migranten treffen, z. B. den Migrations- und Asylpakt, die eine ohnehin schwierige Situation noch erschweren;

20. lehnt kategorisch die Gleichsetzung rechtsextremer und linker Haltungen und Bewegungen ab, bzw. gar die Behauptung, dass gegenwärtig die Linken neue Faschisten seien, womit Parteien, Politiker und Medien vieler Länder (z. B. USA, Deutschland und Frankreich) bezwecken, autoritäre Politik voranzubringen ;

21. begrüßt das Erscheinen im SAT-Verlag des originalen Esperanto-Romans La valizeto 5.18 von Marcelo Redulez, der auf realan Weltereignissen (besonders in Portugal und Korea) basiert und der die konkrete Wirksamkeit weltweiter Solidarität durch Esperanto aufzeigt;

22. akklamiert den Sieg des südkoreanischen Volkes in der Revolution des Lichts und die noch andauernde demokratische Bewegung, die den üblen Präsidenten Yun Seok-yeol zum Rücktritt zwang, nachdem er einen Bürgerkrieg und Belagerungszustand herbeizuführen versuchte und sogar verschwor, Politiker von Oppositionsparteien zu töten;

23. erinnert an den Klimawandel, den viele Regierungen und Unternehmen noch leugnen oder ignorieren, und der immer öfter Überschwemmungen und Feuerkatastrophen verursacht, bei denen Natur, Lebensgrundlagen und Gemeinden zerstört werden; betont die Notwendigkeit einer gut bezahlten ganzjährigen Feuerwehr, sowie einer Umstrukturierung von Naturgebieten, um Räume mit und ohne Bäume zu alternieren;

24. missbilligt entschieden alle zur Zeit getroffenen Entscheidungen europäischer und nationaler Stellen, die wichtige Regelungen zum Schutz von Umwelt und Biodiversität beseitigen;

25. legt SAT nahe, sich als Organisation linksstehender Esperantisten zu profilieren, die sichtbar bestrebt ist, Esperanto u.a. für folgende Ziele einzusetzen:

  • für die Emanzipation der weltweiten Arbeiterklasse und anderer dominierter und unterdrückter Gesellschaftsgruppen,
  • für eine fortschreitende Verringerung sozialer Ungleichheit innerhalb von Ländern und weltweit,
  • für entschiedenes, weltweit koordiniertes Handeln gegen die ökologische Ruinierung des Planeten, besonders in Reaktion auf die Klimakrise,
  • für Fortschritt hin zu einer Welt, in der der Kapitalismus verschwindet und Menschenausbeutung unmöglich ist;
  • gegen autoritäre, sogar faschistische Tendenzen in vielen Ländern,
  • gegen Imperialismus, Nationalismus, Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Nativismus und schlechtes Behandeln von Migranten,
  • gegen Sexismus, LGBT-Feindlichkeit, Ableismus, Speziesismus.
 

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