Elekti kolorojn : grizaj Verda kaj ruĝa Blanka kaj nigra
Ĝisdatigita ĵaŭdon la 29an de julio 2021 . Ĝis nun estas 2705 tekstoj   Rss  Indekso  Privata spaco  Kontakto
Venonta kongreso | SAT-kulturo | Libroj | Dokumentoj | SAT-organo | Frakcioj | Fakoj | Informoj | Ligoj | Arĥivo | Membriĝi
Germana ‑ Deutsch

In der gleichen Rubrik

puce „Weltweit“ nicht nur dem Namen nach
puce Deklaration des 88. SAT-Kongresses in Nitra 2015
puce Deklaration des 92. SAT-Kongresses in Barcelona 2019
puce Deklaration des 93. SAT-Kongresses 2020
puce Deklaration des 94. SAT-Kongresses 2021
puce Deklaration des SAT-Kongresses 2011
puce Deklaration des SAT-Kongresses 2012
puce Deklaration des SAT-Kongresses 2013
puce Der SAT-Kongress fand 2020 im Internet statt
puce Erklärung 2014
puce Erklärung des 90. SAT-Kongresses 2017
puce Erklärung des 91. SAT-Kongresses 2018
puce Erklärung und Leitresolution 2016
puce Esperanto? Was ist das?
SPRACHE UND ÜBERSETZUNGEN DES ARTIKELS

Esperanto? Was ist das?

Esperanto wurde 1887 von Dr. L. L. Zamenhof, einem im westlichen Teil des russischen Reiches lebenden
Augenarzt, als neutrale internationale Sprache vorgeschlagen. Er wollte eine
leicht erlernbare, regelmäßige Sprache entwickeln und mit
Gleichgesinnten erproben, die später als internationale Zweitsprache
für alle eingeführt werden sollte. Eine neutrale, allen
Menschen gleichermaßen gehörende Sprache hielt er nicht nur
für eine praktische Sache, sondern auch für einen Faktor des
Friedens.

Einen Durchbruch hat Esperanto schon geschafft: es wurde eine
generationsübergreifende lebende Sprache, die Zehntausende in aller
Welt beherrschen. Sie sind teilweise in Verbänden organisiert. Der
Esperanto-Weltbund (UEA = Universala Esperanto-Asocio) hat
etwa 6000 Einzelmitglieder in 120 Ländern [2008]. Der kleinere SAT (Sennacieca Asocio
Tutmonda
= Anationaler Weltbund) hat etwa 600 Mitglieder [2008]. Er sammelt u.a. linkspolitisch (vor allem
sozialistisch, anarchistisch und antinationalistisch), gewerkschaftlich
und ökologisch aktive Esperanto-Sprecher. Esperanto stellt seine
Gebrauchsfähigkeit ständig unter Beweis. Es erweist seinen
Sprechern viele praktische Dienste.

Demokratische Kommunikation im Weltmaßstab

Die weltweite Dominanz einiger Sprachen beruht wesentlich auf der Macht
der hinter ihnen stehenden Staaten. Mitglieder nichtprivilegierter
Sprachgemeinschaften kommunizieren im internationalen Rahmen "bergauf",
sofern sie überhaupt eine oder mehrere hegemoniale Sprachen
beherrschen. Wer keine der "großen" Sprachen kann, ist von der
internationalen Kommunikation weitgehend ausgeschlossen.

Der internationale Gebrauch von einigen Nationalsprachen verzerrt
Kulturaustausch und Informationsflüsse zugunsten der wirtschaftlichen,
politischen und meinungsbestimmenden Eliten der sprachlich
privilegierten Länder. Eine neutrale, leichter erlernbare Sprache könnte
da Ausgleich schaffen.

Manche nehmen das Sprachproblem schicksalsergeben hin und manche
profitieren von ihm, weil ihre eigenen Fremdsprachenkenntnisse
karrierefördernd oder prestigeträchtig sind. Vor allem aber haben sich die
herrschenden Klassen vieler Länder gut im status quo
eingerichtet. Es liegt nämlich in ihrem Interesse, dass die Masse der
Lohnabhängigen und überhaupt die meisten
Bevölkerungsschichten einsprachig oder nur begrenzt fremdsprachenkundig bleiben, da
diese dann weniger Zugang zu Meinungen und Informationen aus dem Ausland
finden, die nicht durch den Filter der von ihnen dominierten Medien
hindurchgegangen sind, sowie sie sich weniger mit Ihresgleichen im Ausland
direkt austauschen können. Die vielbeschworene "Globalisierung von
unten" – einzige mögliche Antwort auf die kapitalistische
Globalisierung von oben – kann nicht unter Sprachlosen stattfinden.

Esperanto ist egalitär. Es soll ermöglichen, dass breite
Bevölkerungsschichten in allen Ländern sich über sprachliche
und politische Grenzen hinweg unmittelbar verständigen. Englisch,
von vielen als die Weltsprache angesehen, leistet dies nicht
einmal in der kleinen Gruppe der relativ reichen Länder mit
ausgebautem Schulwesen. Wenngleich die Machtverhältnisse einer allgemeinen
Einführung des Esperanto auf absehbare Zeit entgegenstehen, die
Praxis zeigt, dass Esperanto auch heute für manche sprachlich
Benachteiligte ein Mittel ist, zweisprachig zu werden, und für alle ein
Mittel ist, gleichberechtigte Kommunikation über Sprachgrenzen
hinweg zu praktizieren.

Eine funktionierende Sprache

Esperanto kann in etwa einem Drittel der Zeit erlernt werden, die man
für einige häufig gelernten Fremdsprachen braucht. Es hat eine
phonemische (ein Laut = eine Buchstabe) Schrift und eine sehr
regelmäßige Grammatik. Sein Lautbild ist auf Internationalität
angelegt. Gesprochenes Esperanto klingt etwa wie Spanisch oder
Italienisch.

Esperanto ist eine agglutinierende Sprache, bei der umfangreiche Teile
des Wortschatzes aus kleineren Elementen zusammengesetzt werden. So
verringert sich die Zahl der lexikalischen Elemente, die extra gelernt
werden müssen. Der Wortschatz entspricht dem Prinzip einer
möglichst hohen internationalen Bekanntheit.

Eine für alle Zwecke taugliche Sprache kann nur in einem
kollektiven Prozess entstehen. Seit fast 100 Jahren finden Kongresse und
Begegnungen statt, bei denen Esperanto gesprochen wird. Es gibt Zehntausende
von Büchern und mehrere hundert regelmäßig erscheinende,
meist kleinere Zeitschriften auf Esperanto. Esperanto wird häufig
alltägliche Familiensprache bei Paaren unterschiedlicher Herkunft
(und ihren Kindern).

Esperanto entwickelt sich fort – wie andere Sprachen –
durch lexikalische Entlehnung und Begriffsbildung aus vorhandenen
sprachlichen Mitteln, ohne dabei seine relative Einfachheit
einzubüßen.

Wie geht es weiter mit Esperanto?

Die Sprechergemeinschaft in Europa ist stabil und ist in einigen
außereuropäischen Gebieten stark gewachsen (China, Iran, Afrika).
Esperanto hat auch mehr Anerkennung gefunden als allgemein bekannt ist,
auch wenn diese für ihre weltweite Durchsetzung als zweite Sprache
für alle bei weitem nicht ausreicht. In einer Resolution hat die
UNESCO 1954 "die durch Esperanto erreichten Ergebnisse auf dem Gebiet
des internationalen Austausches und der Annäherung der Völker"
anerkannt. Der Esperanto-Weltbund UEA arbeitet in verschiedenen
Arbeitsgruppen der UNESCO mit. Diese empfahl 1985 sogar, das Sprachproblem und
Esperanto an Schulen und Hochschulen der Mitgliedsländer
verstärkt zu behandeln.

Einige Länder lassen Esperanto für den Schulunterricht zu.
Die Universität Budapest hat eine Esperanto-Abteilung, und andere
Hochschulen bieten Lehrveranstaltungen in und über Esperanto an.
Örtliche Stellen geben touristisches Informationsmaterial auf
Esperanto heraus und tägliche Esperanto-Sendungen sind auf Kurzwelle bzw.
per Satellit zu empfangen.

Langfristig fordert die dichter werdende Vernetzung der Welt und die
kapitalistische Globalisierung die Arbeiterklasse heraus, Globalisierung
von unten bewusster voranzutreiben. Esperanto eignet sich gut, Menschen
zu ihren ersten gebrauchsfähigen – und weiter
ausbaufähigen – Fremdsprachenkenntnissen zu verhelfen. Seine
Nutzergemeinschaft bildet ein Milieu, in dem sprachpolitische Fragen ständig
reflektiert werden. Damit hat Esperanto einen Anteil an der notwendigen
Hebung der sprachlichen Kultur der unterprivilegierten Schichten.
Ungeachtet der Ungewissheit einer möglichen "Durchsetzung" des
Esperanto, erweist sich die Sprache seit Jahrzehnten auch darum als
lebensfähig und für immer wieder neue Anhänger attraktiv.

Viele machen von Esperanto praktischen Gebrauch

Viele haben durch Esperanto bei geringem Lernaufwand weltumspannende
Kontaktmöglichkeiten erschlossen. Manche machen in Organisationen
mit. Die meisten Esperanto-Sprecher betonen den praktischen Aspekt mehr
als den politischen: sie benutzen ihre Sprachkenntnisse auf Reisen,
indem sie mit Bekannten Kontakt aufnehmen bzw. durch eines der
Adressenverzeichnisse Kontakt knüpfen, z.B. durch den Pasporta Servo,
in dem 1225 Personen aus 90 Ländern [2008] enthalten sind, die andere
reisende oder Urlaub machende Esperanto-Sprecher für eine begrenzte
Zeit beherbergen. Über das ganze Jahr finden Dutzende von
internationalen Treffen, Tagungen und Freizeitaktivitäten statt, die sich
häufig mit aktuellen gesellschafts- und kulturpolitischen Fragen
beschäftigen.

Weitere Information:

G. Mickle, Brüsseler Str. 6, DE-13353 Berlin, e-mail:
gmickle BEI nexgo.de

Freier Esperanto-Bund für deutschsprachige Gebiete:
http://garymickle.bplaced.net/leag/index.html

Anationaler Weltbund (SAT):
http://www.satesperanto.org/

Esperantoland:
http://www.esperantoland.org/

Esperanto in Deutschland:
http://www.esperanto.de/

Mehrsprachiges Esperanto-Informations-Zentrum:
http://www.esperanto.net/

Lernu (Lehrmaterial, Wörterbücher):
http://www.lernu.net/

 

Sennacieca Asocio Tutmonda (SAT)

67 av. Gambetta
FR - 75020 Paris

Retadreso : kontakto_ĉe_satesperanto.org
Pri financaĵoj : financoj_ĉe_satesperanto.org
Retejo : http://satesperanto.org/
Tel : (+33) 09 53 50 99 58

Poŝtkonto n-ro 1234-22 K, La Banque Postale, Paris
IBAN : FR41 2004 1000 0101 2342 2K02 064
BIC : PSSTFRPPPAR
Konto de SAT ĉe UEA : satx-s
Konto de SAT ĉe PayPal : financoj_ĉe_satesperanto.org

Por renkontiĝi kun SAT-anoj en Parizo, informiĝu ĉe la sidejo de SAT-Amikaro

Se vi havas demandojn pri SAT, skribu al la SAT-oficejo en Parizo
aŭ al via peranto

Pri teknikaj problemoj sur la paĝo, skribu al paĝo-aranĝulo.

Privata ejo
Danke al spip

fabrikita en esperantio